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Bonitätsauskunft für den Vermieter: Welche Sie brauchen und was sie kostet

SCHUFA-Bonitätsauskunft für die Wohnungssuche: Unterschiede, Preise, Inhalt, Alternativen

Von Johanna Brecht, Redakteurin für Verbraucherfinanzen · 28.8.2026 · 3 Min. Lesezeit

Viele Vermieter verlangen eine Bonitätsauskunft, bevor sie einen Mietvertrag unterschreiben. Das kann verunsichern, vor allem wenn Sie nicht wissen, was genau abgefragt wird, welche Auskunft Sie brauchen und was das kostet. Hier finden Sie konkrete Antworten, damit Sie vorbereitet sind – auch wenn es mal schnell gehen muss.

Welche Bonitätsauskunft verlangt der Vermieter?

Vermieter fragen meist nach einer "SCHUFA-Auskunft". Gemeint ist damit in der Regel eine Auskunft, die zeigt, ob Sie offene Schulden oder Zahlungsausfälle haben. Es gibt zwei Varianten:

  • SCHUFA-BonitätsAuskunft (für Vermieter): Offizielles Dokument für Dritte, enthält nur die wichtigsten Negativmerkmale und eine Bewertung.
  • SCHUFA-Selbstauskunft (Datenkopie nach Art. 15 DSGVO): Umfassendere Übersicht aller zu Ihrer Person gespeicherten Daten, aber nicht zur Vorlage beim Vermieter gedacht.

Die Unterschiede im Überblick

DokumentZweckUmfangFür Vermieter geeignetPreis (2024)
SCHUFA-BonitätsAuskunftVorlage für Dritte (z. B. Vermieter)Nur relevante Negativmerkmale, ScoreJa29,95 €
SCHUFA-Datenkopie (Art. 15 DSGVO)Überblick über alle gespeicherten DatenAlle Einträge, auch DetailsNein (zu umfangreich)Kostenlos

Andere Auskunfteien wie CRIF oder Bonify bieten ähnliche Dokumente an. Manche Vermieter akzeptieren sie, andere bestehen auf die SCHUFA.

Was sieht der Vermieter in der SCHUFA-BonitätsAuskunft?

Die "SCHUFA-BonitätsAuskunft" für Vermieter zeigt:

  • Ob es Negativmerkmale (z. B. Mahnbescheid, Insolvenz) gibt
  • Ihren tagesaktuellen SCHUFA-Basisscore (Prozentwert)
  • Keine Details zu einzelnen Krediten, Girokonten oder Umsätzen

Der Vermieter sieht keine Kontostände, keine Angaben zu Ihrem Arbeitgeber, keine Details zu abbezahlten Krediten oder Kreditkarten. Die Auskunft soll nur zeigen, ob es Zahlungsausfälle gab und wie Ihr allgemeines Zahlungsverhalten eingeschätzt wird.

Was kostet die SCHUFA-BonitätsAuskunft?

  • Die "SCHUFA-BonitätsAuskunft" (für Vermieter) kostet 29,95 € (Stand 2024) und kann online oder in einigen Postfilialen bestellt werden.
  • Die "SCHUFA-Datenkopie" nach Art. 15 DSGVO ist kostenlos, aber nicht für Vermieter gedacht.

Andere Anbieter verlangen zwischen 10 und 30 € für ähnliche Nachweise. Die Akzeptanz kann aber unterschiedlich sein.

Alternativen zur SCHUFA-BonitätsAuskunft

Manche Vermieter akzeptieren auch:

  • Bonitätsnachweis von CRIF Bürgel, Bonify oder Arvato
  • Kontoauszüge der letzten drei Monate (freiwillig, nicht verpflichtend)
  • Arbeitsvertrag oder Gehaltsnachweise (zur Bestätigung des Einkommens)

Fragen Sie vorab, was Ihr Vermieter wirklich sehen will. Nicht jeder verlangt zwingend die SCHUFA – manchmal reicht auch eine andere Auskunft.

Schritt für Schritt: So kommen Sie an die richtige Auskunft

  1. Fragen Sie den Vermieter, welches Dokument er verlangt.
  2. Bestellen Sie die SCHUFA-BonitätsAuskunft online (schufa.de/bonitaetsauskunft), per Post oder in einer Filiale.
  3. Prüfen Sie die Auskunft vor Weitergabe: Stimmen die Angaben? Gibt es unerwartete Einträge?
  4. Reichen Sie nur die geforderte Auskunft ein, keine zusätzlichen privaten Daten.
  5. Falls Sie einen Eintrag nicht verstehen: Holen Sie sich eine kostenlose Datenkopie nach Art. 15 DSGVO zur eigenen Kontrolle.
  6. Bei Fehlern: Sie können eine Berichtigung (Art. 16 DSGVO) oder Löschung (Art. 17 DSGVO) beantragen.

Was FIAON dabei übernimmt

FIAON beschafft auf Wunsch die SCHUFA-Auskunft oder andere Bonitätsnachweise, erklärt Ihnen jeden Eintrag, bereitet auf Wunsch Schreiben zur Berichtigung oder Löschung vor und versendet diese. Fristen und Rückmeldungen werden verfolgt. Nach Klärung der Einträge öffnet FIAON die Tür zu Konto, Kreditkarte oder Finanzierung, wenn gewünscht.

Was nicht geht

Eine Löschung berechtigter SCHUFA-Einträge vor Ablauf der gesetzlichen Fristen ist nicht möglich. Es gibt kein "Konto ohne SCHUFA" oder Kredit "ohne Bonitätsprüfung". Die SCHUFA-BonitätsAuskunft kostet immer Geld. Die kostenlose Datenkopie nach DSGVO ist nicht als offizieller Nachweis für Vermieter vorgesehen und wird meist nicht akzeptiert.

Das Wichtigste in drei Sätzen

Für den Vermieter brauchen Sie meist die offizielle SCHUFA-BonitätsAuskunft für 29,95 €. Der Vermieter sieht nur, ob es Negativmerkmale gibt und wie Ihr Zahlungsverhalten eingeschätzt wird – keine Details zu Ihren Finanzen. Eine kostenlose SCHUFA-Datenkopie reicht als Nachweis meist nicht aus, kann Ihnen aber zur eigenen Kontrolle helfen.

Häufige Fragen

Kann ich die SCHUFA-BonitätsAuskunft auch persönlich abholen?

Sie können die Auskunft online bestellen, per Post anfordern oder in einigen Postfilialen mit SCHUFA-Service erhalten. Eine direkte Abholung bei der SCHUFA ist nicht möglich.

Wie lange ist die SCHUFA-BonitätsAuskunft gültig?

Es gibt keine gesetzliche Gültigkeitsdauer. Viele Vermieter akzeptieren eine Auskunft, die maximal drei Monate alt ist. Fragen Sie im Zweifel nach.

Was kann ich tun, wenn die Auskunft einen Fehler enthält?

Sie können eine kostenlose Datenkopie nach Art. 15 DSGVO anfordern, den Fehler prüfen und eine Berichtigung nach Art. 16 DSGVO beantragen. FIAON unterstützt Sie bei der Vorbereitung der nötigen Schreiben.

Akzeptieren alle Vermieter auch Auskünfte anderer Anbieter als der SCHUFA?

Nicht immer. Einige Vermieter bestehen auf die SCHUFA-Auskunft, andere akzeptieren auch Nachweise von CRIF, Arvato oder Bonify. Klären Sie das vorab mit dem Vermieter.

Beeinflusst die SCHUFA-Auskunft meine Chancen auf eine Wohnung?

Ein negativer Eintrag kann es erschweren, eine Wohnung zu finden, ist aber nicht automatisch ein Ausschlusskriterium. Der Vermieter entscheidet individuell.