Anschrift und Telefon. Die Bank prüft beides.

Viele Sperren und Ablehnungen in den USA haben einen stillen Grund: Die Anschrift ist eine Postannahmestelle, die Telefonnummer läuft nicht auf den Antragsteller, oder die Angaben wechseln von Antrag zu Antrag. Hier steht, was Institute an Anschrift und Telefonnummer prüfen und wie beides von Anfang an stimmt.

Kurz beantwortet

US-Institute gleichen Anschrift und Telefonnummer mit Postdaten und Mobilfunkdaten ab. Eine Postannahmestelle (CMRA) ist in den Postdaten markiert, Gewerbeadressen erscheinen als Gewerbe, nicht als Wohnung. Die Telefonnummer sollte eine echte Mobilfunknummer auf Ihren Namen sein, mit derselben Anschrift wie bei der Bank. Wer eine Anschrift wählt und dabei bleibt, vermeidet die häufigste stille Ursache für Sperren.

Drei Arten von Anschrift

Die Wohnadresse ist der Ort, an dem Sie tatsächlich wohnen. Persönliche Kartenanträge fragen fast immer nach ihr. Wer in Deutschland, Österreich oder der Schweiz wohnt, gibt dort wahrheitsgemäß seine europäische Wohnadresse an. Die Postadresse (Mailing Address) ist der Ort, an dem Ihre Post ankommt. Viele Institute erlauben eine abweichende Postadresse, wenn sie offen als solche benannt ist. Die Adresse des Registered Agent schließlich gehört der Gesellschaft: Sie steht im Register des Bundesstaats und nimmt amtliche Post an, sie ist keine Anschrift für Ihre Person. Nimmt ein Dienst gewerblich Post für andere an, ist er nach den Regeln der US-Post eine Postannahmestelle (Commercial Mail Receiving Agency, CMRA). Er braucht dafür von jedem Kunden das notariell beglaubigte Formular PS Form 1583.

Was Institute an einer Anschrift sehen

Banken und Kartenherausgeber prüfen Anschriften mit Adressdaten, die auf der Datenbank der US-Post aufbauen. Drei Merkmale sind dabei entscheidend. Viele virtuelle Büros und Postfachdienste sind in den Postdaten als CMRA markiert, auch wenn die Anschrift eine Suite-Nummer trägt.

  • Merkmal: CMRA · Was es heißt: die Anschrift ist eine gewerbliche Postannahmestelle · Folge im Antrag: gilt als Postfach-Anschrift, oft abgelehnt oder geprüft
  • Merkmal: Wohnung oder Gewerbe · Was es heißt: die Post stellt dort an Haushalte oder an Firmen zu · Folge im Antrag: eine Gewerbeadresse ist keine Wohnadresse
  • Merkmal: Zustellbarkeit · Was es heißt: die Anschrift existiert genau so, mit Hausnummer und Einheit · Folge im Antrag: eine unvollständige Anschrift findet keine Akte

Die Telefonnummer: richtig registriert

Zur Identitätsprüfung gleichen viele Institute Ihre Telefonnummer mit den Daten des Mobilfunkanbieters ab: Läuft die Nummer auf Ihren Namen, stimmt die Anschrift, wie lange gibt es die Nummer schon, ist es ein Vertrag, eine Prepaid-Karte oder eine Internetnummer? Internetnummern (VoIP) werden häufig abgelehnt, Prepaid-Nummern lassen sich oft keinem Namen zuordnen. Am verlässlichsten ist eine echte Mobilfunknummer mit Vertrag auf Ihren Namen, mit genau derselben Anschrift wie bei der Bank. Je länger Sie die Nummer behalten, desto stärker wird sie als Merkmal.

In dieser Reihenfolge stimmt es

  • 1. Anschrift wählen und prüfen: Vor dem ersten Antrag klären: Wohnung oder Gewerbe, CMRA oder nicht, vollständig zustellbar.
  • 2. Telefonnummer anlegen: Mobilfunkvertrag auf Ihren Namen, im Konto genau die gewählte Anschrift.
  • 3. Überall gleich schreiben: Name wie im Reisepass, Anschrift Zeichen für Zeichen identisch in jedem Antrag.
  • 4. Dabei bleiben: Jeder Wechsel verteilt Ihre Akte auf mehrere Anschriften. Eine Anschrift über Jahre trägt am besten.
  • 5. Post lesbar machen: Kartenbriefe, Auskünfte und Behördenpost kommen per Post. Ein Dienst, der scannt und weiterleitet, hält Sie aus Europa erreichbar.

Was nicht hilft

  • Irrweg — Wechselnde Anschriften: Vier Anschriften in zwei Jahren zersplittern die Akte. Die Auskunftei ordnet Zahlungen dann nicht sicher zu.
  • Irrweg — Nachbearbeitete Belege: Eine Rechnung, die vom Original abweicht, ist für jedes Institut ein Ablehnungsgrund und kann strafbar sein. Es zählen nur Originale.
  • Irrweg — Falscher Wohnsitz: Eine Postadresse als Wohnung auszugeben, ist im US-Kreditantrag eine Falschangabe. Offen benannt ist dieselbe Anschrift unproblematisch.

So hält FIAON Global Anschrift und Telefon sauber

Bevor ein Antrag rausgeht, prüfen wir jede US-Anschrift in den Postdaten: CMRA oder nicht, Wohnung oder Gewerbe, vollständig zustellbar. Wir sorgen dafür, dass Name, Anschrift und Telefonnummer in jedem Antrag identisch sind, und führen sie in Ihrer Akte, damit niemand später anders schreibt. Die Wahl der Anschrift treffen Sie. Wir sagen Ihnen offen, wie ein Institut sie sehen wird.

US-Präsenz im Paket

Registered Agent, US-Geschäftsadresse und US-Telefonnummer für das erste Jahr, dazu die vorbereiteten Konto- und Kartenanträge — Global Banking.

Was Sie wissen müssen

  • Ob ein Institut eine Anschrift akzeptiert, entscheidet allein das Institut.
  • Die Adresse des Registered Agent ist für amtliche Post der Gesellschaft bestimmt, nicht als Anschrift Ihrer Person.
  • US-Firmenkarten setzen in der Regel die persönliche Haftung des Inhabers voraus. Über Konto, Karte und Rahmen entscheidet allein das jeweilige Institut.

Häufige Fragen

Kann ich die Adresse meines Registered Agent bei der Bank angeben?

Für die Gesellschaft steht sie im Register. Als Anschrift Ihrer Person ist sie nicht gedacht, und viele Institute lehnen sie für Konto- und Kartenanträge ab.

Was ist eine CMRA?

Eine Commercial Mail Receiving Agency, also ein Dienst, der gewerblich Post für andere annimmt. Er braucht von jedem Kunden das Formular PS Form 1583 und ist in den Postdaten als solcher markiert.

Warum wird meine US-Telefonnummer nicht akzeptiert?

Häufig ist es eine Internetnummer (VoIP), eine Prepaid-Nummer ohne Namen oder eine Nummer, deren Anschrift nicht zu Ihren Bankdaten passt. Eine Mobilfunknummer mit Vertrag auf Ihren Namen löst das meist.

Darf ich eine US-Postadresse angeben, obwohl ich in Europa wohne?

Ja, wenn Sie sie offen als Postadresse angeben und Ihre Wohnadresse wahrheitsgemäß nennen. Eine Postadresse als Wohnung auszugeben, ist eine Falschangabe.