SCHUFA-Score verstehen: Was Ihre Zahl wirklich bedeutet.

Seit März 2026 ist der Score eine Zahl zwischen 100 und 999 – aus zwölf veröffentlichten Kriterien, in fünf Klassen. Hier steht die Tabelle, jedes Kriterium mit seinen Punkten, die Hebel dahinter und der Weg, falsche Einträge loszuwerden.

Die Skala: 100 bis 999 Punkte

Der neue SCHUFA-Score ersetzt seit dem 17. März 2026 den Basisscore in Prozent und die sechs Branchenscores. Er wird bei jeder Anfrage tagesaktuell berechnet; Verbraucher und Vertragspartner sehen dieselbe Zahl.

Die Score-Tabelle: fünf Klassen

Hervorragend 776–999 (rund 62 Prozent der Menschen), gut 709–775, akzeptabel 642–708, ausreichend 100–641, ungenügend bei offener Zahlungsstörung ohne Punktwert. Jede Bank setzt ihre Grenzen trotzdem selbst.

Die zwölf Kriterien

Zahlungsstörungen 264 Punkte, Anfragen Girokonto/Kreditkarte 117, Anfragen außerhalb des Bankenbereichs 99, Alter der Adresse 94, älteste Kreditkarte 81, ältester Bankvertrag 69, neue Ratenkredite 66, längste Restlaufzeit 61, Immobilienkredit 55, Identitätsprüfung 38, jüngster Rahmenkredit 36, Kreditstatus 19 – Summe 999 (Quelle: SCHUFA).

Was den Score bewegt

Sechs Hebel nach Punkten: keine offene Zahlungsstörung, Anfragen bündeln, alte Verträge behalten, Adresse stabil halten, Kredite maßvoll, falsche Daten raus.

Was FIAON daraus macht

Auskünfte beschaffen, jeden Eintrag gegen § 31 BDSG und die Löschfristen prüfen, Schriftwechsel führen und Fristen halten – was berechtigt gemeldet ist, bleibt.

Häufige Fragen

Was ist ein guter SCHUFA-Score?

Seit März 2026 läuft die Skala von 100 bis 999 Punkten. Ab 776 Punkten gilt die Bonität als „hervorragend“, von 709 bis 775 als „gut“, von 642 bis 708 als „akzeptabel“, darunter als „ausreichend“. Wer eine offene Zahlungsstörung hat, bekommt keinen Punktwert, sondern die Klasse „ungenügend“. Nach Angaben der SCHUFA liegen rund 62 Prozent der Menschen in der besten Klasse.

Wo sehe ich meinen SCHUFA-Score kostenlos?

Seit dem 17. März 2026 digital und kostenlos: im SCHUFA-Account (app.schufa.de) oder über die bonify-App – mit allen zwölf Kriterien und den Punkten je Kriterium. Daneben bleibt die Datenkopie nach Art. 15 DSGVO per Post kostenlos; nur sie zeigt, welche Stelle was gemeldet hat. FIAON bestellt die Datenkopie im Rahmen der Bonitätsauskunft für Sie mit.

Was ist aus dem Basisscore und den Branchenscores geworden?

Der Basisscore (0 bis 100 Prozent) ist mit dem 17. März 2026 abgelöst. Die sechs Branchenscores – für Banken, Sparkassen, Genossenschaftsbanken, Telekommunikation, Handel und Versandhandel – werden durch den einen neuen Score ersetzt; für Unternehmen gilt eine Übergangsfrist bis Ende 2028. Die Verbraucherzentrale stellte im Juni 2026 fest, dass erst etwa ein Viertel der Vertragspartner den neuen Score nutzte – Ihre Bank kann übergangsweise noch mit einem alten Wert arbeiten.

Wie oft wird der SCHUFA-Score neu berechnet?

Der neue Score wird bei jeder Anfrage aus den aktuell gespeicherten Daten berechnet – nicht mehr vierteljährlich wie der alte Basisscore. Eine Löschung oder Berichtigung wirkt deshalb beim nächsten Abruf, sobald die Auskunftei die Daten geändert hat.

Warum bekomme ich bei zwei Banken unterschiedliche Entscheidungen bei gleichem Score?

Weil der SCHUFA-Score nur EIN Baustein ist. Banken rechnen eigene Scorings mit eigenen Grenzen und gewichten Einkommen, Kontoführung und Produktart dazu. Dieselben 720 Punkte können bei der einen Bank für eine Karte reichen und bei der anderen nicht – deshalb ist der Kontoauszug oft entscheidender als die Zahl.

Wie schnell verbessert sich die Zahl nach einer Löschung?

Der Eintrag verschwindet mit der Löschung aus der Auskunft; beim nächsten Abruf rechnet der Score ohne ihn. Eine erledigte Zahlungsstörung wirkt nach den veröffentlichten Kriterien allerdings bis zu drei Jahre nach Erledigung abgeschwächt nach – anders als eine gelöschte, die nie hätte gemeldet werden dürfen. Ein Versprechen, dass eine bestimmte Zahl erreicht wird, kann niemand seriös geben.