Was Ihnen bei einer Pfändung bleibt.

Die Pfändungstabelle, ohne die Tabelle: Netto und Unterhaltspflichten eingeben – der Rechner nennt den pfändbaren Betrag und den Schutz auf dem P-Konto. Werte ab 1. Juli 2026.

Die Zahlen ab 1. Juli 2026

Grundbetrag 1.587,40 Euro, 597,42 Euro für die erste unterhaltsberechtigte Person, 332,83 Euro für jede weitere bis zur fünften; ab 4.866,30 Euro netto ist alles darüber voll pfändbar (Pfändungsfreigrenzenbekanntmachung 2026).

P-Konto

Der Grundfreibetrag gilt sofort nach der Umwandlung; Erhöhungen für Unterhalt, Kindergeld und bestimmte Sozialleistungen brauchen eine Bescheinigung (§ 903 ZPO) – die kostenlose Schuldnerberatung stellt sie aus.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Lohnpfändung und P-Konto?

Bei der Lohnpfändung behält der Arbeitgeber den pfändbaren Teil ein und überweist ihn an den Gläubiger – Grundlage ist die Tabelle zu § 850c ZPO. Das P-Konto schützt das Guthaben auf dem Konto vor der Kontopfändung: Bis zum Freibetrag können Sie verfügen, egal woher das Geld kommt. Beides kann gleichzeitig laufen; das P-Konto schützt dann das, was nach der Lohnpfändung ankommt.

Wie bekomme ich ein P-Konto?

Jedes Girokonto kann auf Verlangen in ein Pfändungsschutzkonto umgewandelt werden – die Bank muss das innerhalb von vier Geschäftstagen tun (§ 850k ZPO). Es darf nur ein P-Konto je Person geben; die Bank darf dafür kein höheres Entgelt verlangen als für das normale Konto. Der Grundfreibetrag gilt sofort; die Erhöhungen brauchen eine Bescheinigung.

Wer stellt die Bescheinigung für den erhöhten Freibetrag aus?

Arbeitgeber, Familienkasse, Sozialleistungsträger, Schuldnerberatungsstellen, Rechtsanwälte, Steuerberater oder das Vollstreckungsgericht (§ 903 ZPO). Die kostenlose Schuldnerberatung ist der einfachste Weg. Ohne Bescheinigung gilt nur der Grundbetrag – auch wenn Sie Kinder haben.

Was passiert mit Geld über dem Freibetrag?

Es ist für den Gläubiger reserviert – die Bank darf es aber erst im Folgemonat auskehren (Moratorium, § 900 ZPO). Nicht verbrauchtes Guthaben unter dem Freibetrag können Sie bis zu drei Monate ansparen (§ 899 Abs. 2 ZPO). Eine Nachzahlung wie Weihnachtsgeld ist deshalb nicht verloren, aber zeitlich zu planen.

Gilt die Tabelle auch in Österreich und der Schweiz?

Nein. In Österreich gilt das Existenzminimum nach der Exekutionsordnung (§ 291a EO, jährlich angepasst), in der Schweiz das betreibungsrechtliche Existenzminimum, das das Betreibungsamt individuell nach den Richtlinien der Konferenz der Betreibungs- und Konkursbeamten berechnet. Dieses Werkzeug rechnet ausschließlich nach deutschem Recht.